May & die Monarchs legen kräftig los: „Noch mindestens 20 Prozent Reserve“
Dresden – „Ich blicke mit großer Vorfreude auf die kommende Saison“, sagt Sterling May nach dem deutlichen 47:8-Erfolg seiner Dresden Monarchs gegen den Rekordmeister Braunschweig Lions. Der Sieg war so beeindruckend, wie es der Name des Gegners vermuten lässt – und Dresdens Defensive um May (23) spielte dabei eine entscheidende Rolle.
„Ich denke, wir haben einen soliden Auftakt hingelegt. Dennoch gibt es definitiv noch Aspekte, an denen ich arbeiten möchte“, erklärt der Kanadier und ergänzt:
„Heute hat man vielleicht 80 Prozent meiner Leistung gesehen, mindestens 20 Prozent sind noch auf der Bank. Ich bin längst nicht am Limit und habe noch Luft nach oben.“
May verbuchte vier Tackles, 1,5 Quarterback-Sacks, einen erzwungenen Fumble sowie eine Fumble-Rückeroberung. Doch auch seine Teamkollegen zeigten starke Leistungen – kaum jemand blieb ohne erwähnenswerte Aktion.
Beispielsweise Eric Hauschild (28) mit sechs Tackles und einem Quarterback-Sack. Chris Noak (31), der kurz vor Spielende verletzt ausgewechselt werden musste, sammelte vier Tackles und einen erzwungenen Fumble.
Einzig einmal gelang es Braunschweig, gefährlich nahe an die Endzone zu kommen – Jonathan ter Horst (46.) erzielte einen Touchdown inklusive Two-Point-Conversion. Die Offense der Monarchs präsentierte sich jedoch deutlich effektiver.
Vor allem die vier Touchdowns von Tofunmi Lala (23) und Janne Särkelä (27) begeisterten die 8414 Zuschauer im Heinz-Steyer-Stadion. Quarterback Rocky Lombardi (27), Kicker Florian Finke (30, alle Extrapunkte und ein Field Goal) sowie ein von Vance Feuerbach (21) erzwungener Safety sorgten für weitere Jubelstürme.
Auch bei anderen Teams lief es rund: Die drei vermeintlichen Favoriten auf den GFL-Bowl-Titel – Hildesheim (58:6 gegen Allgäu), Schwäbisch Hall (52:27 gegen München) und Ravensburg (45:14 gegen Saarland) – sammelten ebenfalls fleißig Punkte.
Das Spitzenspiel zwischen den beiden Top-Kandidaten Potsdam und Berlin Rebels war dagegen deutlich enger: Potsdam siegte mit einem Field Goal sechs Sekunden vor Spielende knapp mit 15:14.
Der Kampf um die Play-off-Plätze und das Endspiel ist somit bereits voll entbrannt. „Wir wollen uns für das, was in den letzten zwei Jahren passiert ist, revanchieren“, macht May deutlich.
Der Defensive-Liner gesteht: „Das Thema beschäftigt uns, doch wir nutzen es als Antrieb. Wichtig ist, dass wir immer wieder auf den Platz gehen und sicherstellen, dass sich solche Dinge nicht wiederholen.“